Tierquäler von Bünde zu einem Jahr Haft ohne Bewährung veruteilt
Ein Jahr Haft ohne Bewährung für den Bünder Tierquäler, der im Sommer 2009 eine Schäferhündin qualvoll tötete und 5 Jahre Tierhaltungsverbot sind das Ergebnis des Prozesses vor dem Bünder Amtsgericht am 13.01.2010.
Auf dem Herbstmarkt in Bruchmühlen machte die Tierhilfe-Melle mit einer Unterschriftenaktion auf den Fall des 24-jährigen Michael W. aufmerksam, der die Schnauze seines Schäferhundes mit Klebeband umwickelte und das Tier in einem Wald an einen Baum festband. Die Hündin hatte keine Chance und starb an Überhitzung und Stress bei sommerlich heißen Temperaturen . Die Tierhilfe-Melle unterstützte mit der Unterschriftensammlung eine großangelegte Aktion der Tierschutzorganisation Peta, die zur Ergreifung des Täters seinerzeit sogar eine Belohnung ausgesetzt hatte.Insgesamt hatten sich fast 24.000 Menschen an der Unterschriftenaktion beteiligt und die mögliche Höchststrafe von 3 Jahren für den Täter gefordert. Mehr als 100 Tierschützer kamen gestern zum Bünder Amtsgericht und wollten den Prozess verfolgen. Der mehrfach vorbestrafte Michael W. wurde vom Amtsgericht u.a. auch deshalb zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt, weil das Gericht die Tat als besonders grausam wertete. Der Angeklagte hatte nämlich nur kurze Zeit nach diesem Vorfall einen weiteren Hund gequält und zeigte keinerlei Reue.
Wir sind froh, dass diese abscheuliche Tat mit diesem abschreckenden Gerichtsurteil einen Abschluss gefunden hat. Der Fall hat gezeigt, dass durch gezielte Information und Beteiligung der Öffentlichkeit viel bewegt werden kann.
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