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Die Geschichte von Kater Lucky

Dieser unkastrierte Kater hatte am 2.9.14 einen Autounfall, in Markendorf, Melle. Abends um 21:30 klingelte das Telefon und der Anrufer informierte uns über den Unfall und bat um Hilfe.

Lucky 2

Da die Tierklinik in unmittelbarer Nähe liegt, baten wir den Anrufer, den Kater dort hin zu bringen. Natürlich wollte man sich wohl darum kümmern, aber wer sollte die Kosten übernehmen? Damit das bei der Behandlung des Tieres keine Probleme gab, sagten wir zu, die Kosten zu übernehmen.

Beim Anruf am nächsten Tag in der Tierklinik wurde uns mitgeteilt, dass der Unterkiefer gebrochen sei und das ganze mit einer Verdrahtung des Kiefers erledigt sei. Auch die Behandlungskosten, die sich auf 250,- bis 300,- Euro belaufen sollten, lagen noch im normalen Bereich. Wir stellten den Kater auf unsere Internetseite und auf unserer Facebookseite ein und hofften (allerdings ohne große Erwartungen) dass sich ein Besitzer meldet.

Als wir das Tier drei Tage später abholten, sagte man uns, dass nicht nur der Unter-, sondern auch der Oberkiefer gebrochen gewesen sei. Die Rechnung belief sich auf 446,- €…..

Tägliche Nachbehandlungen waren erforderlich, der Kater wurde mit flüssiger Nahrung durch eine Spritze ernährt und bekam täglich Schmerzmittel. Man mag jetzt darüber unterschiedlicher Meinung sein, ob man das einem Tier zumuten sollte. Es gab Tage, da hätte ich das mit nein beantwortet. In der ersten Woche war es nicht einmal sicher, dass Lucky überlebt. Nach zwei Wochen konnte er alleine fressen, flüssige, pürierte Nahrung. Weitere zwei Wochen später fing er an, Nassfutter zu fressen, unpüriert. Die gesamte Zeit über war Lucky ein gutmütiges Tier, welches sich geduldig, trotz der Schmerzen, alles gefallen ließ. Er konnte sich ja nicht selber putzen, war also immer darauf angewiesen, dass man ihm das Mäulchen, die verklebten Pfoten säuberte. Nach der ersten Woche, die etwas problematisch war, hatte er verstanden, dass ihm hier geholfen wurde. Er hat nie böse reagiert, immer nur abwartend. Als er anfing „Köpfchen“ zu geben, war alles in Ordnung. Er lies sich waschen und nach drei Wochen konnte er seine Pflege selber übernehmen.

 

Eigentlich –

ist dieser Kater ein Fundtier und somit ist der Tierschutzverein Melle zuständig. Da aber zu dieser Zeit dort niemand zu erreichen ist, haben wir die Entscheidungen getroffen und tragen jetzt natürlich auch die gesamten Kosten.
 

Eigentlich -

hatten wir beim Tierschutzverein Melle angefragt, ob nicht eine geringe Beteiligung an den Kosten möglich sei. Der Verein hätte ja zumindest die Kosten für das Einschläfern bezahlen müssen. Es wurde uns mitgeteilt, dass wir die Entscheidung alleine getragen hätten und jetzt auch für die Kosten verantwortlich seien.
 

Eigentlich – sagen wir bei Fundtieren aus Melle, das der Tierschutzverein zuständig ist. Da wir aber niemanden helfen mit den Worten – wir sind nicht zuständig – müssen wir dann natürlich auch die Konsequenzen (Kosten) tragen.
 

Eigentlich -

ist es nicht richtig, dass den Tieren in unserem Zuständigkeitsbereich das Geld fehlt, welches wir für Tiere ausgeben, für die ein anderer Verein Geld bekommt.
 

 

Aber eigentlich ist es egal – wir versuchen so gut wie möglich zu helfen und die Vielzahl an Spenden, die uns besonders in diesem Jahr erreicht haben, gibt uns recht und ermöglicht es uns so zu arbeiten. Danke!

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