Die unendliche Geschichte
Einführung der Zwangskastration – ja oder nein ?
Zugelaufene Katze füttern – ja oder lieber doch nicht ?
Ist die Gemeinde zuständig - oder doch nicht
Viele Fragen, und so viele unterschiedliche Antworten und Meinungen. Dabei sprechen die Tatsachen für sich und sind nicht länger von der Hand zu weisen:
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„ Ich habe es doch nur gut gemeint“. „Ich kann das Tier doch nicht einfach so herumlaufen lassen.“ „ Ihr solltet froh sein, wenn Ihr eine Katze los werdet.“
Einer von diesen drei Sätzen fällt häufig in Gesprächen, die wir bezüglich unserer Tierschutzarbeit führen.
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Achtung, giftig !!
In jedem normalen Haushalt stehen Zimmerpflanzen. Welcher Hund hat nicht schon einmal Schokolade genascht? Wenn der Hund beim gemütlichen Grillabend die Flasche Bier umschmeißt, um auch ein Schlückchen zu bekommen, finden das alle sehr lustig. Wer weiss schon, dass viele Dinge, die für uns zum täglichen Alltag gehören, für unsere Tiere absolut gefährlich sind, ja sogar tödlich sein können. Teebaumöl – das „Naturmittel" gegen Flöhe, wirkt bei Katzen giftig. Es enthält unter anderem Terpine und Phenole, für Katzen Gift, wie viele anderen ätherischen Öle auch (Thymian-, Zimt-, Oregano-Öle). Der kätzische Stoffwechsel kann diese Substanzen nur außerordentlich langsam ausscheiden; das führt zur Anreicherung dieser Stoffe im Körper, und eine akute Intoxikation ist die Folge. Wenige Tropfen Teebaumöl genügen und eine Katze kann schwer erkranken oder gar sterben. Die bekanntesten Krankheitserscheinungen infolge einer derartigen Vergiftung bestehen in Taumeln, Zittern, Unruhe, Schwächezustände oder andauerndem, nicht behebbarem Abmagern. Leider führt nur allzu oft eine solche Intoxikation zum Tod der Katze. Nur eine sofortige Behandlung einer aufgetretenen Teebaumölvergiftung bei Samtpfoten kann ihr Leben retten Kartoffeln - Kartoffeln können bei Mensch und Hund Verdauungsstörungen hervorrufen wenn sie Toxine enthalten. Das ist dann der Fall wenn die Kartoffeln grün sind oder schon keimen. Der Solaningehalt in der Schale der Kartoffel, ist bei Grillkartoffeln/Pellkartoffeln sehr hoch wodurch eine Vergiftungsgefahr besteht. Kartoffeln nur gar gekocht verfüttern. Symptome: Erbrechen, Durchfall Knoblauch/Bärlauch - Knoblauch ist für Hunde ein giftiges Zwiebelgewächs. Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs ist für den Menschen ungefährlich für den Hund führen sie (z.B. das N-Propyldisulfid) zu schweren und lebensbedrohlichen Blutbildveränderungen. Das N-Propyldisulfid bringt die Blutzellen zum aufplatzen. Eine regelmäßige kleine Aufnahme von Knoblauch führt beim Hund zur Blutarmut (Anämie). Symptome: Erbrechen, Durchfall, Blutbildveränderungen, Blutarmut (schwere Anämien), Gelbsucht (Schleimhäute und Haut färben sich Gelb), Futterverweigerung, Atemfrequenz (beschleunigt), Herzschlag (beschleunigt), Abgeschlagenheit, Urin (Blutspuren) Schokolade/Kakao - In Schokolade/Kakao ist die giftige Substanz Theobromin enthalten, die bei Hunden auch schon in kleinen Mengen zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Schokolade/Kakao ist ein menschliches Lebensmittel, das durch die Substanz Theobromin, vom Hund nur sehr schwer verarbeitet/verstoffwechselt werden kann. Für kleine Hunderassen (z.B. Chihuahua) können schon 2 Stückchen, zu einer tödlich endenen Vergiftung führen. Die Substanz Theobromin ist auch im Kaffee und schwarzen Tee enthalten. In einer Tafel Weißer Schokolade (100g) sind bis zu 200 mg Theobromin enthalten. In einer Tafel Vollmilchschokolade (100g) sind bis zu 250 mg Theobromin enthalten. In einer Tafel Zartbitterschokolade (100g) sind bis zu 1600 mg Theobromin enthalten. Die lebensbedrohliche Dosis von Theobromin beträgt für Hunde 90 - 300 mg/kg. Symptome:nach einer bis mehreren Stunden erste Vergiftungsanzeichen Übelkeit, Durchfall, Pulsbeschleunigung, Unruhe, Hyperaktivität, Fieber, Krämpfe, Zittern, Atembeschwerden, schwere Herzrhythmusstörungen, häufiges Harnlassen, Lähmungen der Hintergliedmaßen, Bewusstseinsstörungen Bis der Hund das Theobromin ausgeschieden hat dauert es relativ lange, so das die Vergiftungsanzeichen auch noch nach mehreren Stunden auftreten können. Meist ist ein Versagen des Herz- und Kreislaufsystems die Ursache für den Tod des Hundes.
Steinobst - Haben Hunde Steinobst gefressen (z.B. Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche) ist eine Vergiftung an der Atemluft des Hundes die auffällig stark nach Bittermandel riecht erkennen. Die Kerne vom Steinobst enthalten verschiedene Giftstoffe Diese Giftstoffe/Toxine verursachen eine Blockierung der Zellteilung durch die Abspaltung von Blausäure im Organismus des Hundes. Syptome: Speicheln, Übelkeit, Erbrechen (riecht auch stark nach Bittermandel), Kratzen im Hals, Schleimhäute (rosig),Atembeschwerden, erhöhte Herzfrequenz, Weintrauben/Rosinen - Weintrauben/Rosinen erhöhen den Kalziumgehalt im Blut des Hundes und damit kommt es zu dramatisch erhöhten Nierenwerten. Rosinen sind im Grunde noch gefährlicher wie Weintrauben für den Hund, weil die giftige Substanz dort konzentrierter vorhanden ist. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Lethargie, nur noch wenig Urin absetzen, Nierenversagen Süßstoff Xylit - Für Hunde kann die Aufnahme von dem Süßstoff Xylit tödlich sein. Der Süßstoff Xylit ist in vielen zuckerfreien Lebensmitteln, Bonbons und Kaugummis enthalten. Durch den Süßstoff kann es bei dem Hund zu einem lebensbedrohlichen sinken des Blutzuckerspiegels kommen, weil er eine erhöhte Ausschüttung des körpereigenen Insulins ins Blut hervorruft. Symptome: ca. nach einer halben Stunde Schwäche, fehlende Koordinationsfähigkeit, Krämpfe, die Folge sind evtl. Leberschäden
Die für Hunde giftigsten Zimmerpflanzen:
Alpenveilchen, Birkenfeige, Christdorn, Dieffenbachie, Fensterblatt, Flamingoblume, Klivie, Kroton, Philodendron, Primel, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse, Zimmerkalla
Giftige Garten- und Wildpflanzen:
Alpenrose, Azalee, Aronstab,Buchsbaum,Eberesche,Efeu,Eibe,Fingerhut,Fliegenpilz,Ginster, Goldregen, Herbstzeitlose, Hortensie, Lebensbaum, Narzisse, Oleander, Pfaffenhütchen, Seidelbast. Tollkirsche, Zypressenwolfsmilch
Urlaubszeit, schöne Zeit – aber bitte nicht auf Kosten der Tiere
Jedes Jahr im Frühjahr steigt die Zahl der Abgabetiere sprunghaft an. Es ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, sich einen Urlaub erlauben zu können, aber es gibt ja schließlich „Last minute" oder „All inclusive". Allerdings nicht bei der Unterbringung der Haustiere. Das wird dann im geplanten Budget einfach vergessen und wenn der Urlaub näher rückt, fällt einem schlagartig ein: Da war doch noch was !!! Die Zahl der Allergien gegen Haustiere steigen sprunghaft an, die zugelaufene Katze, die man schon 2 Jahre füttert, gehört plötzlich auch nicht mehr zur Familie. Für die hoffnungslos überfüllten Tierheime und Tierschutzvereine kann man ja schließlich auch nichts. Da wird nur geschimpft: Wofür gibt es Euch eigentlich? Oder – Soll ich meinen Hund lieber laufen lassen ?
Wenn man ein Tier besitzt, gehört zur Urlaubsplanung auch die Frage, ob man es mitnimmt oder in einer verantwortungsbewussten Pflegestelle unterbringt. Für Hunde ist es natürlich am schönsten, wenn sie mit ihrem Rudel mitfahren dürfen. Das ist meistens kein Problem, wenn einige Dinge beachtet werden:
1. Unbedingt vor der Buchung klären, ob Sie Ihr Tier mitbringen dürfen 2. Lassen Sie Ihr Tier vor Reiseantritt vom Tierarzt gründlich untersuchen. Die nötigen Impfungen müssen rechtzeitig vorgenommen werden. Welche Impfung für welches Reiseland verlangt wird, wird Ihnen der Tierarzt sagen. Einige Länder verlangen sogar eine Amtstierärztliche Bescheinigung 3. Das Tier muss durch einen Mikrochip unverwechselbar gekennzeichnet und registriert sein 4. Bei Flugreisen bitte genau nach den Transportbedingungen erkundigen. (Fühlt sich Ihr Hund/Ihre Katze alleine in einem Frachtraum – auch wenn er klimatisiert ist – wirklich wohl? Die Transportbox ist in der Regel vom Tierbesitzer mitzubringen.
Aber nicht immer ist es besser, sein Tier mitzunehmen. Südliche Länder haben nun einmal nicht das Klima, das unsere Haustiere gewohnt sind und nicht jedes Tier ist transportfähig. Da ist es manchmal besser, wenn man sich eine Alternative überlegt, wie man sein Tier mit gutem Gewissen zu Hause lassen und selbst beruhigt in Urlaub fahren kann. Fragen sie Ihren Tierarzt oder andere Tierhalter nach empfehlenswerten Tierpensionen. Man sollte hierbei unterscheiden, ob der Hund gewohnt ist, in einem Zwinger zu sein oder nur Haushaltung mit Familienbindung kennt. Man sollte sich auch gut überlegen, ob man die Betreuung versierten Fachleuten überlässt oder sein Tier in eine „Hobbybetreuung" übergibt. Das ist nicht immer von Nachteil, man sollte sich aber vergewissern, dass Sachkenntnisse für diese Tierart und natürlich eine Haftpflichtversicherung, z. B. bei der Betreuung von Hunden vorhanden ist. Tierbetreuung zu Hause in der gewohnten Umgebung ist für Vögel, Kleintiere und einige Katzen sicher am sinnvollsten. Nicht immer aber hat man liebe Nachbarn oder Freunde, die sich gerne einige Zeit um diese Tiere kümmern. Da gibt es dann die Tierpflege für Zuhause, die diese Betreuung übernimmt. Außerdem haben einige Tierheime begrenzte Pensionsplätze frei. Fragen Sie Ihren Tierschutzverein nach vertrauenswürdigen Adressen von Hunde- und Katzenpensionen. Manchmal gibt es auch dort begrenzte Pensionsplätze, also rechtzeitig daran denken. Und dann wäre da noch der Urlaub zu Hause. Ausgiebig Zeit sich sinnvoll mit seinem Hund zu beschäftigen. All die Dinge zu machen, an denen Hund und Herrchen/Frauchen Spass haben, für die aber nie genug Zeit ist. Zusammen in den Zoo gehen, Stadtbummel mit Eisessen, sich mit anderen Hundefreunden treffen, zusammen Schwimmen gehen. So ein Urlaub festigt die Beziehung ungemein, davon hat man auch noch nach dem Urlaub etwas.
Nimmst du mein Tier nehm' ich dein Tier
Eine Aktion des Deutschen Tierschutzbundes, die Tierfreunden hilft, untereinander Kontakt aufzunehmen. Wer eine Unterkunft für sein Tier sucht oder aber ein Tier vorübergehend bei sich aufnehmen möchte, kann sich bei uns registrieren lassen, obwohl leider die Zahl derer überwiegt, die ein Tier unterbringen wollen. Tel.05422/704521
Tierheim, Züchter, Vermehrer
Mit der Entscheidung, sich ein Tier anzuschaffen, beginnt eine große Verantwortung. Nicht nur, dass man überlegen muss, welches Tier oder welche Rasse vernünftig ist, sondern auch, ob man dieses Tier artgerecht halten kann und woher es kommen soll.
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Auch die Kleinen haben Rechte !!
Während bei Hunden und Katzen in punkto artgerechter Haltung so ganz allmählich ein Umdenken stattfindet, macht sich bei der Haltung von Nagern und Vögeln noch niemand so wirklich Gedanken über artgerechte Haltung.
Da werden in namhaften Fachgeschäften Käfige verkauft, die viel zu klein sind. Aber wenn sie dort verkauft werden, muss das doch in Ordnung sein, oder?? Die Haltung ist zwar nicht artgerecht, aber es wird wie so oft am falschen Platz gespart.
Wenn der Käfig auch etwas klein ist, was macht das schon. Der Vogel/das Kaninchen soll ja schließlich jeden Tag Freiflug/Auslauf bekommen. Das funktioniert vielleicht zwei oder drei Wochen lang. Dann geraten die guten Vorsätze in Vergessenheit und nach einem halben Jahr bleibt das Tier nur noch im Käfig. In diesem viel zu kleinen Käfig!!
Vögel haben Flügel und sollten diese auch benutzen können, sonst verkümmert die Muskulatur und irgendwann können sie gar nicht mehr fliegen. Außerdem sollten sie natürlich nie in Einzelhaltung gehalten werden.
Nager sind, mit Ausnahme von Hamstern, ebenfalls Gruppentiere. Entsprechende Käfiggröße, Einrichtung aus natürlichen Materialien, artgerechtes Futter sollten selbstverständlich sein. Meerschweinchen können kein Vitamin C speichern, deshalb muss täglich frisches Obst und Gemüse angeboten werden. Heu regelt die Darmtätigkeit von Nagern, muss also immer vorhanden sein. Diese Dinge sind kein Luxus in der Tierhaltung, sondern überlebenswichtig. Wer also diese Kosten scheut, sollte lieber Abstand von dem Gedanken nehmen, sich ein Tier anschaffen zu wollen.
Auch bei den Kleinen gilt: lieber genau überlegen, Tiere nicht in großen Mengen, sondern in großen Käfigen halten.
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