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Bonny
2002 – 2015

 

 kerzen 03

 Buddy




Nachdem Nachbarn bereits seit mehreren Wochen versucht haben diesem Hund zu helfen, wurde Ende Oktober endlich reagiert. Das Tier lebte in dem Haus mit seiner Besitzerin, die aber selten zu Hause war. Bonny hatte meistens keine Gelegenheit, seine Notdurft draußen zu verrichten, sondern tat es gezwungenermaßen im Haus.

Vor etlichen Wochen wurden bereits Gemeinde und Polizei informiert, es gab aber nach deren Meinung keinen Handlungsbedarf. Wir hatten versucht mit der Frau Kontakt aufzunehmen, aber auch das blieb ohne Erfolg. Die Veterinärin aus Osnabrück hatte mit der Besitzerin telefoniert, wollte den Hund in den nächsten Tagen ansehen. Nachdem der Hund jetzt wohl wieder länger im Haus alleine war, wurden heute Polizei und Feuerwehr informiert. Dieses Mal waren die richtigen Personen vor Ort. Sie fanden einen Weg ins Haus zu kommen und den Hund heraus zu holen. Das alles hätte vor  Wochen schon passieren können.

Danke an die Polisten und der Feuerwehr, die hier spontan gehandelt haben und keine Angst davor hatten, sich durch Müll und Kot zu kämpfen. Wir haben den Hund übernommen und ihn direkt dem Tierarzt vorgestellt. Er hat eiternde Augen, kann auch nicht mehr so gut sehen. Die Knochen sind sehr schlecht, es ist kaum Muskulatur vorhanden. Spaziergänge sind im Moment nur für Minuten möglich. Bonny hat große Liegestellen an den Ellenbogen. Als erste Maßnahme hat er Spritzen gegen Entzündungen und ein Flohmittel bekommen. In den nächsten Tagen muss er erst einmal geröntgt werden. Wie seine weiteren Chancen sind, werden wir in den nächsten Tagen sehen. Jetzt müssen wir erst einmal dafür sorgen, dass er nicht wieder zurück in dieses Haus muss. Im Moment liegt er glücklich mit einem Kauknochen im Hundekörbchen und ist einfach nur lieb.

Danke an die Nachbarn, die nicht locker gelassen und Danke an Polizei und Feuerwehr, die Einsatz und Tierliebe gezeigt haben.


1 Woche später -

Eine Mitte der Woche wurde Bonny geröntgt und gründlich durchgecheckt. Dabei stellte sich heraus, dass er einen großen Tumor in der Milz hat. Die Geräusche beim atmen stammen von einer Kehlkopfentzündung – Bonny hatte immer wieder lange gebellt, das blieb nicht ohne Folgen. Außerdem hat er sich viele Jahre in einem von Schimmelpilzen befallenen Haus aufhalten müssen, ohne ausreichende Frischluft.


2 Wochen später -

Wir hatten gehofft eine Chance zu haben, diesem absolut liebenswerten und tollen Hund noch eine schöne umsorgte Zeit geben zu können, aber leider hat Bonny keine Kraft mehr. Er trinkt und frisst nicht mehr, kann kaum noch aufstehen. Die Atmung ist sehr angestrengt. Seine Augen sind müde. Wir können ihm nur noch den letzten Gefallen tun.


Heute ist Bonny über die Regenbogenbrücke gegangen. Leider hatten wir keine Zeit mehr ihm zu zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann. Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum und Atemnot ließen uns keine Wahl. Um ihm wenigstens ein würdiges Ende zu bereiten, wurde seine Asche im Rosengarten verstreut.

13 Jahre alt ist Bonny geworden und die meiste Zeit war dieser Hund alleine in einer verdreckten, vermüllten und mit Schimmelpilzen verseuchten Wohnung.

Das Einzige, was uns dabei etwas tröstet, ist der Gedanke, dass er nicht alleine, umgeben von Müll und Dreck elendig sterben musste, dass die letzten zwei Wochen für ihn noch schön waren.

   

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